Beste Antivirus Software 2024

Beste Antivirus Software 2024

25.05.2024 / in Wissenswertes / von j.runge



Die beste Antivirus Software für Unternehmen 2024

Antivirus-Software für Unternehmen

In der heutigen digitalen Ära ist die Sicherheit von Unternehmensdaten wichtiger denn je. Antivirus-Software spielt eine entscheidende Rolle für kleine- und mittelständische Unternehmen beim Schutz vor Malware, Ransomware und anderen Cyberbedrohungen. In diesem Artikel beleuchten unsere IT-Experten aus Hannover und Leipzig die verschiedenen Aspekte der beliebtesten Lösungen und geben schlussendlich auch eine Empfehlung für die beste Antivirus-Software für Unternehmen im Jahr 2024.

Die Bedeutung von Antivirus-Software im Jahr 2024

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen steigt auch die Gefahr von Cyberangriffen. Eine robuste Antivirus-Lösung ist unerlässlich, um Unternehmens- und Kundendaten zu schützen. Eine Antivirus Software kann vielleicht keinen 100-prozentigen Schutz gewährleisten, doch sie kann bereits einen Großteil ihrer sicherheitsrelevanten IT-Infrastruktur abdecken. Selbstverständlich ist es wichtig, dass Sie eine Antivirus-Software mit anderen Maßnahmen kombinieren, um Ihr mittelständisches Unternehmen zuverlässig zu schützen.

Wie wir die unterschiedlichen Produkte bewertet haben

Wir haben die beliebtesten Antivirus-Programme für Firmen basierend auf Sicherheitsmerkmalen, Benutzerfreundlichkeit, Support und Preis-Leistung bewertet. Wichtig sind insbesondere technische Details, wie zum Beispiel die Verwaltbarkeit und die Erkennungsmethoden.

Top Antivirus-Software für Unternehmen im Jahr 2024

G Data: Features und Vorteile

Vorteile: Deutscher Hersteller, Großer Funktionsumfang (Anti-Spam, Anti-Ransomware, Firewall, BankGuard), einfache Installation, funktioniert auf vielen Plattformen

Nachteile: Keine Cloudverwaltung, leider kein natives EDR

ESET: Features und Vorteile

Vorteile: Branchenführender Ruf, mehrschichtiger Schutz, geringe Systembelastung, hohe Benutzerfreundlichkeit, Echtzeitschutz, gute Plattformverfügbarkeit

Nachteile: Begrenzte Zusatzfunktionen, keine native EDR-Funktionalität (fortgeschrittene Bedrohungen schwerer zu erkennen und bekämpfen)

Kaspersky: Features und Vorteile

Vorteile: Kostengünstig, mehrere Verwaltungsoptionen (Sowohl Cloud wie auch lokal), viele Schutzfunktionen, benutzerfreundlich, schnelle Reaktion auf neue Bedrohungen

Nachteile: Mutmaßliche Nähe zu russischem Geheimdienst (Siehe BSI-Warnung zu Kaspersky https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Cyber-Sicherheitslage/Technische-Sicherheitshinweise-und-Warnungen/Warnungen-nach-Par-7/Archiv/FAQ-Kaspersky/faq_node.html), ggf. geografische Einschränkungen

SentinelOne: Features und Vorteile (Unsere Empfehlung)

Bietet fortschrittliche KI-basierte Erkennungstechnologien und einfache Verwaltungstools. Es handelt sich um ein natives EDR, welches nicht ausschließlich auf Signaturen zur Erkennung von Schadsoftware setzt, sondern primär auf Verhaltensanalyse aufbaut. So werden auch neue Bedrohungen, die nicht besonders bekannt sind oder über besonders gute Tarnfunktionen verfügen zuverlässig erkannt. Am besten Kombinieren Sie SentinelOne mit einem Dienstleister, der für Sie die Verwaltung und Bewertung von Sicherheitsvorfällen als MDR (Managed Detection and Response anbietet). So müssen Sie sich keine Sorgen mehr um die Sicherheit Ihres Unternehmens machen und können sich beispielsweise auf unsere IT-Consultants in Hannover verlassen, die unmittelbar auf Sicherheitsrelevante Vorfälle reagieren können.

Vorteile: Natives EDR, erkennt neueste Bedrohungen, sehr gute Bewertungen in MITRE Tests, Cloudverwaltet

Nachteile: Ohne Partner nicht unbedingt einfach in Betrieb zu nehmen

Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten

Beim Kauf einer Antivirus-Software sollten Unternehmen besonderes Augenmerk auf Sicherheitsmerkmale, Benutzerfreundlichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Viele Antivirus-Produkte kosten Sie zwar viel Geld, liefern aber verhältnismäßig schlechte Ergebnisse. Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich bei dem gewählten Antivirus-Produkt für Ihr Unternehmen um ein natives EDR handelt.

Klassisches Antivirus im Vergleich zu Endpoint Detection and Response (EDR)

Funktionsweise

Klassisches Antivirus: Ein klassisches AV-Programm scannt in der Regel Dateien und Prozesse auf einem Endgerät und sucht in diesem Zuge nach Signaturen von Malware, die sie auf Basis der Informationen einer Datenbank erkennen können. Bei einer Übereinstimmung wird der Fund blockiert oder gelöscht.
Endpoint Detection and Response: EDR-Systeme überwachen kontinuierlich das Verhalten von Endpunkten im Netzwerk. Auf Basis der Systemaktivitäten erkennen sie mögliche Bedrohungen. Im Gegensatz zu klassischen Antivirus-Programmen verwenden EDR-Systeme oft heuristische Analysen und Verhaltensüberwachung, um Bedrohungen zu erkennen.

Reaktionsfähigkeit

Klassisches Antivirus: Die klassischen AV-Programme sind typischerweise reaktiv. Sie basieren auf bekannten Bedrohungen, was dazu führt, dass neue und unbekannte Bedrohungen oftmals unerkannt bleiben, bis ihre Signatur irgendwann in ihrer Datenbank gelistet ist.

Endpoint Detection and Response: EDR-Systeme sind sowohl reaktiv als auch proaktiv. Sie erkennen verdächtige Aktivitäten in Echtzeit und können direkt darauf reagieren. In der Regel ermöglichen sie dabei auch eine tiefgehende Analyse, mit welcher der Ursprung und der Umfang einer Bedrohung ausgemacht werden können. Diese Vorgehensweise ist ein großer Vorteil gegenüber den klassischen AV-Programmen, da die Bedrohungserkennung wesentlich fortschrittlicher gestaltet ist und somit mehr Sicherheit bietet.

Funktionsumfang

Während die klassischen Antivirusprogramme sich hauptsächlich auf die Erkennung und Entfernung bekannter Malware konzentrieren, bieten EDR-Systeme zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise zum Thema Schwachstellenmanagement und mehr.

Implementierung und Management

Klassische Antivirusprogramme sind in der Regel einfacher zu implementieren als EDR-Systeme. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Vorgehensweise der Systeme. EDR-Systeme bedürfen einer komplexeren Konfiguration. Einschließlich der Feinabstimmung der Überwachungsmechanismen und der Anpassung von Richtlinien. Zudem sind hier oft Schulungen des Personals nötig, um sicherzustellen, dass das Team dazu in der Lage ist, richtig auf verdächtige Ereignisse zu reagieren und die Plattform effektiv zu nutzen. Deshalb empfiehlt es sich oftmals auch, das Ganze von einem externen Experten betreuen zu lassen.

Zukunft der Antivirus-Software für Unternehmen

Im digitalen Sektor ist die Geschwindigkeit des Fortschritts besonders hoch. Ebenso schnell entwickeln sich die Gefahren in diesem Bereich weiter, weshalb man stets informiert bleiben sollte, was den aktuellen Standard betrifft. Die Verbreitung der EDR-Systeme wird sich vorrausichtlich in Zukunft weiter erhöhen. Zwar sind diese Systeme komplexer einzurichten und zu managen, im Gegenzug bieten sie jedoch auch entscheidende Vorteile gegenüber den herkömmlichen Systemen. Insgesamt werden die Rolle von KI und maschinellem Lernen sowie die Vorteile von Cloud-basierten Lösungen in der heutigen Zeit zunehmend wichtiger.

Fazit

Die Auswahl der richtigen Antivirus-Software ist entscheidend für den Schutz Ihres Unternehmens. Betrachten Sie die vorgestellten Optionen und wählen Sie die Lösung, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

FAQs

Wir empfehlen Ihnen auf eine Software zu setzen, welche nicht nur auf Signaturen zur Erkennung von Schadsoftware setzt, sondern primär auf die Analyse von Verhaltensmustern. Ein gutes Beispiel ist hier SentinelOne.

KI und maschinelles Lernen spielen eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Antivirus-Software, da sie neue Möglichkeiten bieten, Gefahren zu erkennen und zu bekämpfen. Diese Technologien bieten sowohl präzisere, als auch schnellere und vorausschauender Methoden als klassische Systeme.

Die wesentlichen Vorteile Cloud-basierter Antivirus-Lösungen sind, dass sie sich schnell aktualisieren lassen, sie einen geringen Ressourcenverbrauch verzeichnen, zentral verwaltet werden können und skalierbar sind. Andererseits erfordern sie eine zuverlässige Internetverbindung, sind von der Verfügbarkeit des Cloud-Dienstes selbst abhängig und es können möglicherweise Latenzzeiten entstehen, die sich auf die Leistungs- und Reaktionsfähigkeit der Software auswirken.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei ein Mix aus unterschiedlichen Methoden in jedem Falle ratsam ist. Es dabei können beispielsweise Metriken, wie die Bedrohungserkennungsrate und die Reaktionszeit auf Bedrohungen analysiert werden. Andererseits empfiehlt sich auch ein Vergleich mit branchenüblichen Standards und die konkrete Überprüfung von Sicherheitsvorfällen.

In der Regel bieten kostenlose Antivirus-Lösungen abseits vom integrierten Microsoft Defender keine wirklichen Vorteile für Sie als Unternehmen. Für weitere Informationen können Sie uns gerne anfragen!